Titel der Veranstaltung

Hinterlistige Bleichgesichter haben die tapferen Shoshonen dazu verführt, das Kriegsbeil auszugraben. Nun sind aufrechte Siedler in allerhöchster Not und Gefahr. Ihre letzte Hoffnung sind die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand. Werden Sie es schaffen, die berüchtigte Reiherbande zu überlisten und wieder Frieden einkehren zu lassen in den unendlichen Weiten der Prärie?

Robert Maria Hemmerich, Regisseur mit Hollywood-Ambitionen, will mit seiner Inszenierung dieses herzergreifenden Westernspektakels alle bereits existierenden Karl-May-Festspiele in den Schatten stellen. Ohne Pferde, dafür aber mit einer ganzen Bisonherde. Zu dumm, dass das Budget mehr als bescheiden ist und nur zwei Schauspielerinnen und einen Stuntman kurz vor der Rente zulässt. Wohl oder übel muss er selbst mitmischen, und so schlüpfen die tollkühnen Vier in wildem Wechsel in diverse Rollen, verstricken sich zwischen Schusswechseln und Faustkämpfen ganz abseits des Textbuchs in Diskussionen um politische Korrektheit im Umgang mit indigenen Völkern, streiten bei der Ölsuche im Silbersee für die Rechte von Arbeitnehmenden und setzen sich beim Lassoschwingen für artgerechte Tierhaltung ein. Auch wenn es bisweilen scheint, als könne alles aus dem Ruder laufen, zaubern sie eine Western-Traumwelt auf die Bühne, die den Geist des großen Manitu heraufbeschwört und in der letztlich das Gute über das Böse siegt, die Friedenspfeife das Kriegsbeil ersetzt und versöhnlich die Sonne einziehen kann in die Herzen von Bleichgesichtern und Shoshonen. – Eine durch und durch absurde Komödie über Django und Winnetou, blaue Berge und rauchende Colts, Marterpfähle und den Glauben an das Unmögliche.

Mit Michaela Schaffrath, Stefan Keim u.a.

Das Ei des Karl May

Termine


Komödie von Stefan Keim
Ein Gastspiel des Contra-Kreis-Theaters Bonn

Spielstätte: Große Bühne

Galerie

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